12.03.2016 / komba jugend nrw

Landesjugendausschuss: Mehr Wertschätzung für den öffentlichen Dienst

Die Teilnehmer des LJA im Frühjahr 2016.
Die Teilnehmer des LJA im Frühjahr 2016. (Foto: Klügel)

Die komba jugend nrw war für ihren diesjährigen Landesjugendausschuss (LJA) am Samstag zu Gast in Aachen. Als Schwerpunkthema wählte die Jugendorganisation die Wertschätzung im öffentlichen Dienst. Von A wie Ausbildung bis Z wie Zukunftsperspektive war alles dabei.

Landesjugendleiter Christian Dröttboom eröffnete den LJA und informierte die Anwesenden als Mitglied der Bundestarifkommission über die bevorstehende Einkommensrunde. „Wertschätzung für den öffentlichen Dienst heißt nicht nur das Motto des Tages, sondern muss auch gelebt werden und sich beispielsweise in den Ergebnissen der bevorstehenden Einkommensrunde widerspiegeln“, sagte er. Aufgrund des demografischen Wandels und des Wettbewerbs mit der Wirtschaft um die besten Nachwuchskräfte müsse der öffentliche Dienst dringend nachlegen, um attraktiv zu bleiben. Zu den im Februar beschlossenen Forderungen sind aus jugendspezifischer Sicht vor allem die Aspekte Angleichung des Urlaubsanspruchs auf 30 Tage, unbefristete Übernahme aller Auszubildenden, eine Erhöhung der Auszubildendenentgelte um 100 Euro monatlich sowie die Aufhebung sachgrundloser Befristungen hervorzuheben. Dröttboom appellierte in diesem Zusammenhang an die jungen Delegierten, die Einkommensrunde 2016 und damit verbundene Aktionen aktiv zu unterstützen.

Diskussion über Belastung, Zukunftsperspektiven und Finanzen im öffentlichen Dienst

Im Mittelpunkt der Tagung stand eine Podiumsdiskussion bei der das Thema Wertschätzung im öffentlichen Dienst aufgegriffen wurde. Dazu waren Vertreter der jugendpolitischen Organisationen der Einladung nach Aachen gefolgt. Gemeinsam mit Paulina Lut (stellvertretende Vorsitzende der Landesjugendleitung) diskutierten Felix Engelhardt (Junge Liberale NRW) und Max Lucks (Grüne Jugend NRW) zu den Bereichen "Belastung, Zukunftsperspektiven und finanzielle Ausstattung im öffentlichen Dienst". Paulina Lut machte dabei die Position der komba jugend nrw deutlich: „Die anhaltende Flüchtlingssituation zeigt einmal mehr die katastrophale Personalausstattung im öffentlichen Dienst. Die Belastung unserer Kolleginnen und Kollegen vor Ort ist dadurch enorm gestiegen. Deshalb sehen wir es als dringend notwendig an, beispielsweise die Ausbildungszahlen zu erhöhen. Es geht aber nicht nur darum, Stellen auszuschreiben sondern auch qualifizierte Kräfte für diese zu finden. Ein entscheidender Faktor für die Attraktivität des öffentlichen Dienstes ist, neben einer gerechten Bezahlung, eine entsprechende Zukunftsperspektive beispielsweise durch eine Übernahmegarantie und unbefristete Verträge“, machte Lut deutlich. 

Vielfalt der Anträge zeigt Themenvielfalt der komba jugend nrw 

Darüber hinaus stimmten die Delegierten noch über diverse Anträge ab. Sie sprachen sich zum einen für die Ausweitung der Ausbildungsmöglichkeiten an Studieninstituten und Fachhochschulen aus. Denn der demografische Wandel fordert einen gesteigerten Bedarf an Nachwuchskräften und dadurch sind die Kontingente der kommunalen Studieninstitute und Fachhochschulen immer stärker ausgereizt. Zum anderen forderten sie einen einheitlichen Urlaubsanspruch von 30 Tagen für Beamtinnen/Beamten, Beamtenanwärterinnen/Beamtenanwärtern und Tarifbeschäftigten sowie Auszubildenden nach TVöD. Der dritte Beschluss widmete sich dem Angebot einer barrierefreien Ausbildung für Menschen mit Beeinträchtigungen. Hier gilt es, Unsicherheiten seitens der Arbeitgeber aus dem Weg zu räumen und den jungen Menschen eine Perspektive im öffentlichen Dienst zu bieten. Neben den Delegierten aus den Jugendgruppen waren auch Marcel Philipp (Oberbürgermeister der Stadt Aachen), Karlheinz Welters (Vorsitzender des Ortsverbandes Aachen), Norman Rosenland (Bundesvorsitzender der komba jugend) sowie Ulrich Silberbach, Andreas Hemsing, Ansgar Günther und Christoph Busch (Geschäftsführender Vorstand der komba nrw) zu Gast. 

(Weitere Bilder folgen in Kürze.)

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